Die Salweide

Illustration Salweide

Aussehen
Weiden wachsen ganz unterschiedlich. Es gibt sie als große Bäume oder als niedrigere Sträucher. Die Salweide wächst meistens als Baum mit einer weiten Baumkrone. Sie kann bis zu zehn Meter hoch werden. Ihre Blüten sind die kuscheligen Weidenkätzchen, die schon ab Anfang März blühen, noch bevor die ersten Blätter an der Weide zu sehen sind. Es gibt an einem Weidenbaum entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind erst flauschig silbern und später puschelig gelb. Die weiblichen Blüten sind ganz unscheinbar. Die Blätter der Salweide sind rundlich geformt und an ihrer Oberseite dunkelgrün glänzend. Die Blattspitze ist etwas eingedreht. Die Rinde ist grau und an manchen Stellen rautenförmig aufgesprungen.

Lebensraum und Verbreitung
Die Salweide ist in ganz Europa bis nach Mittelasien verbreitet. Im Gegensatz zu anderen Weiden steht sie gar nicht gern mit den "Füßen" im Wasser. Sie wächst daher nie in Sümpfen oder Auen. Weil sie sehr viel Licht braucht, kann man sie eher an Waldrändern, in Gärten und Parks oder auch auf Brachflächen entdecken.

Fortpflanzung
Die Blüten der Salweide - die Kätzchen - werden durch Insekten, wie Bienen, Hummeln oder Schmetterlinge bestäubt. Ihre kleinen, leichten, flauschigen Samen werden mit dem Wind verbreitet. Damit aus ihnen ein Keimling und später ein großer Weidenbaum wachsen kann, braucht es besonders gute Bedingungen: nur an einem Ort, wo es genug Wasser und Licht gibt, kann ein Keimling gedeihen. Zum Glück gibt es eine viel einfachere Methode neue Weiden zu züchten: Man kann einfach einen Zweig von der Weide schneiden, ihn in die Erde stecken und gießen, dann schlägt er Wurzeln. Die Stecklinge der Salweide muss man direkt nach der Blüte schneiden, sonst funktioniert es nicht. Eine Salweide kann bis zu 65 Jahre alt werden.

Wissenswertes
Weil die Kätzchenzweige der Salweide früher am Palmsonntag als Osterschmuck geschnitten wurden, wird die Salweide auch Palmweide genannt. Heute sollte man jedoch lieber Weidenzweige von Gärtnereien kaufen. Denn in den Kätzchen der wild wachsenden Weiden finden die Bienen in dieser sonst noch sehr blütenarmen Zeit wichtige Nahrung. Viele Imker stellen ihre Bienenstöcke daher in die Nähe von Weiden, damit die aus der Winterstarre erwachenden Tiere schon beim ersten Verlassen des Bienenstocks ausreichend Nahrung finden.