Die Honigbiene

Illustration Honigbiene

Aussehen
Die Honigbiene ist dunkelbraun und am ganzen Körper behaart. Anders als bei Wespen und Hornissen sind ihre schwarz-gelben Ringe eher schwach zu erkennen. Die Flügel sind hellbraun. Der Körper der Honigbiene ist in Kopf, Brust und Hinterleib untergliedert. Die meisten Bienen haben einen dreieckig geformten Kopf. Die männlichen Bienen, die Drohnen, erkennt man jedoch daran, dass ihr Kopf etwas rundlicher ist. Drohnen sind außerdem viel größer als die Arbeitsbienen und haben keinen Stachel. Am Kopf sitzen Augen, Fühler und Mundwerkzeuge. Durch ihren Rüssel saugt die Biene den Nektar aus den Blüten. An der Brust befinden sich die Vorder- und Hinterflügel. Besonders auffällig sind die Facettenaugen, mit denen die Bienen ganz andere Farben wahrnehmen können als wir. Sie sehen die Welt also mit ganz anderen Augen.

Lebensraum
Die Honigbiene findet man überall dort, wo Blumen und Bäume vorkommen, die reichlich Blüten tragen: auf Wiesen, im Wald, in Gärten und Parks. Ob Lindenbaumallee oder Wildblumenwiese, Hauptsache, es gibt genug Blüten zum Nektarsammeln. Honigbienen leben zusammen in einem großen Volk in einem Bienenstock, den sie selbst ausbauen. Er besteht aus vielen nebeneinanderliegenden Waben. Und jede Wabe enthält zahlreiche, sechseckige Zellen, in denen die Bienen ihre Nahrung aufbewahren und die Jungen aufziehen.

Ernährung
Honigbienen ernähren sich hauptsächlich von Nektar. Um die Blüten aufzusuchen entfernen sie sich bis zu neun Kilometer von ihrem Bienenstock; meistens bewegen sie sich jedoch im Umkreis von einigen hundert Metern. Die Bienen überwintern in ihrem Bienenstock. Damit sie in dieser Zeit nicht verhungern, lagern sie in den Zellen Honig ein, als Futtervorrat.

Fortpflanzung
Ein Bienenvolk (Bienenstaat) besteht aus ca. 80.000 Individuen. Innerhalb des Staates unterscheidet man drei Bienenwesen: die Königin, weibliche Arbeitsbienen und Drohnen. Jede Biene hat im Bienenstaat ihre ganz spezielle Aufgabe, und alles ist fein aufeinander abgestimmt. Die Königin ist für die Fortpflanzung zuständig. Sie paart sich nur einmal in ihrem drei- bis vierjährigen Leben und legt von Frühjahr bis spät in den Herbst Eier. Die Larven werden von den Ammenbienen mit einem Honig-Pollengemisch gefüttert, nur eine Larve, die in einer ganz besonders geformten Zelle liegt, bekommt ganz spezielles Futter - das Gelee Royale. Aus dieser Larve wird später einmal die nächste Bienenkönigin.

Alter
Honigbienen werden zwischen sechs Wochen und acht Monaten alt. Ein Viertel der weiblichen Arbeitsbienen überwintert, während die Drohnen im Herbst sterben.

Wissenswertes
Die Bienen haben eine ganz besondere Rolle für das Leben auf der Erde. Sie bestäuben einen großen Teil der Pflanzen und nur so können diese Pflanzen sich vermehren und ihre Früchte produzieren, von denen viele Tiere und auch wir Menschen uns ernähren. Schließlich essen wir jeden Tag Gemüse und Obst. Die gesamte Nahrungskette würde ohne die Biene zusammenbrechen!

Wusstest du schon?
Die Honigbiene hat ungefähr 550 wildlebende verwandte Arten in Deutschland, die wir "Wildbienen" nennen. Diese Bienen leben oft als Einzelgänger in den Hohlräumen von Pflanzenstengeln oder in Löchern in Sand, Holz oder Lehm.