Der Apfelbaum

Bild Apfelbaum

Aussehen:
Der Apfelbaum hat eine breite Krone und wird bis zu zehn Metern hoch. Er ist sommergrün, das heißt er trägt nur im Sommer Blätter. Im Winter wirft er sie ab. Seine Blätter sind oval und beiderseits filzig behaart und fein gezackt. Sie wachsen im Frühling gleichzeitig mit den Blüten. Die Blüten haben fünf weiße oder rosafarbene Kronblätter und 20 bis 50 gelbe Staubblätter. Apfelbäume blühen zwischen April und Juni. Der Stamm hat einen Durchmesser von bis zu 60 Zentimetern. Die Äste sind aufwärts gerichtet und haben im Gegensatz zum Wildapfel keine Dornen. Die Pfahlwurzeln reichen tief in die Erde. Die glatte, hellgraue Rinde des jungen Apfelbaumes verändert sich im Alter und wird bräunlicher. Die Borke blättert unregelmäßig ab.


Lebensraum und Verbreitung:
Der Apfelbaum ist auf der Nordhalbkugel und in Australien sehr verbreitet. Apfelbäume lieben frische kalk- und nährstoffreiche Böden und viel Sonne. Spätfröste hingegen vertragen sie nur selten. Der Apfelbaum kommt in Höhenlagen bis zu 1100 Metern vor.


Fortpflanzung:
Der Apfelbaum besitzt zwittrige Blüten. Das heißt, jede Blüte ist sowohl mit einem Griffel als auch mit Staubblättern ausgestattet. Der Pollen wird durch Insekten, zum Beispiel Bienen, von einer Blüte zur nächsten übertragen.

Berührt der Pollen die Narbe am Griffel, so ist die Blüte befruchtet. Es bildet sich um den Fruchtknoten eine Außenhülle, die immer größer wird. In ihrer Mitte liegen die Kerne in einem pergamentartigen Gehäuse. Da das Fruchtfleisch nicht von dem Fruchtkoten gebildet wird, gehören Äpfel zu den Scheinfrüchten.

Das Kerngehäuse des Apfels ist in fünf Kammern geteilt. In jeder Kammer liegen zwei Samen.  
Die Samen sind durch das Fruchtfleisch gut geschützt – so gut, dass sie sogar den Winter überdauern und im nächsten Frühjahr wieder auskeimen können.


Alter:
Unter günstigen Bedingungen kann ein Apfelbaum 100 Jahre alt werden.


Wissenswertes:
Wie kommt eigentlich der Wurm in den Apfel?

Der Wurm ist eigentlich gar kein Wurm, sondern die Larve eines kleinen Schmetterlings, dem Apfelwickler. Das Schmetterlingsweibchen legt ein Ei an den noch kleinen Apfel. Ungefähr zwei Wochen später schlüpfen die kleinen weißen Larven. Sie bohren sich durch die Schale des Apfels und machen sich sofort über das leckere Fruchtfleisch her. Auch die Kerne werden von der Larve verschlungen. Die Larve bleibt so lange im Apfel bis sie dick und rund ist. Es stört sie auch nicht, wenn sie zwischendurch mit dem Apfel vom Baum fällt.