Die Brennnessel

Aussehen

Die Brennnessel kann bis zu 1,5 Meter hoch werden. Sie hat gezähnte Blätter, die mit vielen kleinen Haaren bedeckt sind. Ihre gelblich-grünen Blüten sind ganz unscheinbar klein. Sie blüht von Juli bis in den Herbst.

Lebensraum und Verbreitung

Die Brennnessel wächst besonders gerne auf nährstoffreichen Böden an Waldrändern und Ufern, auf Ödland und Schuttplätzen, an Gräben und Zäunen oder auch am Weges- und Straßenrand. Die Brennnessel kann sich sehr schnell vermehren und verdrängt dabei auch andere Pflanzen, wie zum Beispiel Giersch und Zaunwinde.

Fortpflanzung

Wenn sich die männlichen Blüten öffnen, schleudern sie von ganz allein ihren Pollen in die Umgebung. Wenn es sonnig ist, kann man schön sehen, wie die gelben Pollen durch die Luft fliegen, bis sie auf den weiblichen Blüten landen. Deshalb braucht die Brennnessel keine Insekten, die ihre Pollen von einer Blüte zur anderen tragen.
Die Samen der Brennnessel werden durch Tiere und den Wind verbreitet. Aber die Brennnessel hat auch noch einen besonderen Trick für ihre Verbreitung: ihre Wurzeln können Seitentriebe bilden, die aus der Erde nach oben wachsen und hier eine neue Brennnesselpflanze bilden.

Wusstest du schon…

… warum es auf der Haut brennt, wenn du eine Brennnessel anfasst?
Die dünnen Haare der Brennnessel stechen schon bei der feinsten Berührung in deine Haut und brechen hier ab. Dabei spritzen sie eine Säure in deine Haut und das brennt! Das kannst du vermeiden, indem du einfach die Brennnessel von unten nach oben entlang streichst. Sollte sich trotzdem jemand verbrennen, hilft Spitz- oder Breitwegerich. Einfach ein Blatt zerdrücken, bis Saft herauskommt und diesen dann auf die brennende Stelle drücken.