Der Kinderwettbewerb "Erlebter Frühling"

(Foto: Meike Lechler)

Raus aus dem Haus, rein in die Natur! So lautet das Motto des bundesweiten Kinderwettbewerbs „Erlebter Frühling“. Jedes Jahr wählt die Naturschutzjugend vier Frühlingsboten, die mit ihrem Auftreten charakteristisch für den Beginn des Frühlings sind. Kinder von drei bis zwölf Jahren sind aufgerufen, die Frühlingsboten vor der Haustür zu suchen und zu erforschen. Die aktuellen Frühlingsboten erfahren Sie unter: www.NAJU.de/ef

Ziel des Wettbewerbs ist es, den Forschergeist der Kinder zu wecken. Am Beispiel der Frühlingsboten entdecken sie die biologische Vielfalt vor der eigenen Haustür. Alleine, mit Freunden, der NAJU-Kindergruppe, der Schulklasse oder der Kindergartengruppe gehen die Kinder raus in die Natur und beschäftigen sich mit einem, mehreren oder sogar allen vier Frühlingsboten. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: die Kinder können einen Film über die Frühlingsboten drehen oder sie fotografieren, ein Plakat gestalten, sich ein Theaterstück überlegen, etwas basteln oder ein Forschertagebuch über sie führen.

In den pädagogischen Begleitmaterialien zum Wettbewerb finden Gruppenleiter*innen, Lehrer*innen und Erzieher*innen vielfältige Spiel- und Forschertipps. Sie basieren auf dem Konzept der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE). Das Ziel von BNE ist es Kindern zu vermitteln: „Mein Handeln hat Konsequenzen. Nicht nur für mich und mein Umfeld, sondern auch für andere. Ich kann etwas tun, um die Welt ein Stück zu verbessern.“

In drei Lernbereichen können Kindern das spannende Leben der Frühlingsboten aus unterschiedlichen Perspektiven erforschen. Sie lernen die Frühlingsboten in ihrem natürlichen Lebensraum kennen. Sie beschäftigen sich mit lokalen und globalen Ursachen der Gefährdung einzelner Arten und Lebensräume. Über die direkte Einbindung ihrer alltäglichen Lebenswelt lernen sie, die zeitliche sowie die regionale Tragweite ihres eigenen Handelns zu begreifen. Gemeinsam entdecken sie Mut machende Möglichkeiten, wie sie die Frühlingsboten und ihren Lebensraum schützen können.

Hier ein paar konkrete Tipps:

  •  Die Frühlingsboten in drei Lernbereichen erforschen: 1. Den Frühlingsboten entdecken, 2. Der Frühlingsbote und sein Lebensraum, 3. Der Frühlingsbote und der Mensch.
  • Methodenmix für vielfältige Kompetenzen: Die in den Aktionsheften beschriebenen Tipps bieten unterschiedliche methodische Zugänge mit denen gezielt verschiedene Kompetenzen der Kinder gefördert werden können. Naturerfahrungsspiele fördern die Empathie für die Frühlingsboten, mit konkreten Aktionstipps zum Schutz der Frühlingsboten können die Kinder sich und andere motivieren aktiv zu werden und in Rollenspielen lernen sie unter Zielkonflikten gemeinsam Entscheidungen treffen zu können.
  • Partizipation von Kindern: Die Ideen, Interessen und Fragen der Kinder sollten soweit wie möglich in die Gestaltung der Lerneinheiten einbezogen werden. Mit den Forscherkarten können die Kinder die Frühlingsboten eigenständig erforschen.
  • Kooperation mit Partnerorganisationen: Gemeinsam sind wir stark! Ein Besuch bei Frühlingsboten-Expert*innen (z.B. bei einem Imker, in einer Igelstation, in einer Baumschule, etc.) bietet den Kindern spannende Einblicke in das Leben der Frühlingsboten und kann so die eigene Bildungsarbeit wunderbar ergänzen.

 

Der Schauspieler Guido Hammesfahr, der vielen Kindern aus der ZDF Fernsehserie „Löwenzahn“ bekannt sein wird, ist so begeistert von der Idee des Wettbewerbs, dass er bereits seit mehreren Jahren die Schirmherrschaft für den Wettbewerb übernimmt.

Der "Erlebte Frühling" ist sowohl als Projekt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"als auch als Projekt der UN-Dekade "Biologische Vielfalt" ausgezeichnet.

 

Bewertung der Wettbewerbsbeiträge

Alle Einsendungen werden von einer ausgewählten Jury bewertet. Die Jury vergibt Preise in folgenden Kategorien:

  • Kindergarten
  • Schulklasse
  • Kindergruppe
  • Einzelteilnehmer*innen

 

Es ist für die Jury ein zentrales Kriterium, dass die Kinder draußen in der Natur waren und die Frühlingsboten erforscht haben. Darüber hinaus orientiert sie sich bei der Bewertung im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an folgenden Kriterien:

  • Kreativität
  • Originalität
  • Inhaltliche und künstlerische Umsetzung
  • Arbeitsumfang
  • Bezug zum Thema
  • Perspektivenvielfalt
  • Partizipation von Kindern
  • Langfristige Wirkung
  • Kooperation mit Partner
  • Engagement

 

Die Kinderjury vergibt einen Sonderpreis

Die Kinder selbst können mitentscheiden, wer den Sonderpreis erhält. Jedes Kind kann sich an der Abstimmung beteiligen und per Mausklick seinen Lieblingsbeitrag auswählen. HIER geht’s zur Kinderjury.