Der Grasfrosch

Aussehen

Der Grasfrosch gehört zu den Braunfröschen. Das heißt aber nicht, dass er einfach nur braun ist. Kein Grasfrosch sieht aus wie der andere: sein Rücken und Kopf können graubraun, rotbraun oder auch ocker gefärbt sein. Er ist braun oder schwarz gefleckt und sein Hals und sein Bauch sind weiß, gelb oder orange.
Die weiblichen Frösche sind größer als die männlichen. Während die Männchen nur sechs bis neun Zentimeter groß werden, können die Weibchen ganze elf Zentimeter lang werden!

Lebensraum

Der Grasfrosch springt am liebsten, wie sein Name schon sagt, auf Wiesen und Weiden herum. Dabei muss er aufpassen, dass er in der Sonne nicht austrocknet. Deshalb bleibt er immer in der Nähe von Wasser. Wenn es ihm zu warm wird, kann er schnell ein Bad nehmen.
Zum Laichen begibt er sich am liebsten in einen Teich, Weiher oder Tümpel, ein Bach geht aber auch. Die meisten erwachsenen Grasfrösche überwintern auch dort: Sie setzen sich einfach auf den Grund und kommen nur ab und zu zum Luftholen nach oben. Erst im Frühling werden sie wieder munter und wechseln den Ort.
Die natürlichen Feinde des Grasfroschs sind Störche, Reiher, Amseln und Gänse. Molche und Enten fressen gerne den Laich der Frösche. Doch auch der Mensch wird dem Grasfrosch gefährlich, zum Beispiel im Straßenverkehr, beim Rasen mähen oder wenn er in der Landwirtschaft chemische Pflanzenschutzmittel einsetzt. Deshalb gilt er als „Besonders geschützt“ und darf nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.

Ernährung

Der Grasfrosch frisst hauptsächlich Insekten, Käfer, Laubheuschrecken, Asseln, Würmer,
Spinnen und Nacktschnecken. Er hat sehr gute Augen, mit denen er seine Nahrung
entdeckt. Hat er sich eine Beute ausgesucht, stürzt er sich auf sie und fängt sie mit seiner klebrigen Zunge.

Fortpflanzung

Im Frühjahr wandern die Grasfrösche meist zu dem Teich zurück, in dem sie selbst geschlüpft sind. Während der Paarung sitzt das kleinere Männchen auf dem Rücken des Weibchens und besamt den Laich, den das Weibchen ins Wasser ablegt. Typisch für den Grasfrosch sind besonders große Laichballen, die aus bis zu 4.500 Eiern bestehen können! Nach drei Wochen schlüpft aus dem Ei die Larve, und zwar
als kleine Kaulquappe, die unter Wasser atmen kann. Zwei Wochen später hat diese schon Vorder- und Hinterbeinchen, und nach etwa zwei Monaten bildet sich der Schwanz zurück. Erst ganz zum Schluss der Verwandlung stellt sich die Atmung der Kaulquappe von Kiemen- auf Lungenatmung um. Jetzt ist der kleine Frosch „fertig“ und verlässt das Wasser.

Wusstest du schon…

… warum manche Grasfrösche viel dickere Beine haben als andere?
Die männlichen Grasfrösche haben viel kräftigere Beine als die Weibchen. So können sie sich tagelang auf den Rücken der weiblichen Frösche festhalten. Das müssen sie, um sich paaren zu können.